{"id":4005,"date":"2024-08-05T22:26:21","date_gmt":"2024-08-05T20:26:21","guid":{"rendered":"https:\/\/fantasy-model.de\/glossary\/dechenhoehle\/"},"modified":"2025-07-19T13:13:09","modified_gmt":"2025-07-19T11:13:09","slug":"dechenhoehle","status":"publish","type":"glossary","link":"https:\/\/fantasy-model.de\/de\/glossary\/dechenhoehle\/","title":{"rendered":"Dechenh\u00f6hle"},"content":{"rendered":"<p>Am 10. Juni 1868 wurde die H&#xF6;hle von zwei Eisenbahnarbeitern entdeckt. Ihnen soll ein Hammer in einen Felsspalt gefallen sein, der sich bei der Suche nach diesem Werkzeug beziehungsweise beim Absprengen eines Felsst&#xFC;ckes als Zugang zu einer Tropfsteinh&#xF6;hle entpuppte. F&#xFC;r Besucher ausgebaut sind 400 von 902 Metern der H&#xF6;hle.<\/p>\n<p>Die H&#xF6;hle ist nach dem Oberberghauptmann Heinrich von Dechen (1800&#x2013;1889) benannt, in Anerkennung f&#xFC;r seine Beitr&#xE4;ge zur Untersuchung der Geologie des Rheinlandes und Westfalens. Von Dechen besuchte die H&#xF6;hle, genauso Johann Carl Fuhlrott, der Entdecker des Neandertalers, der in der H&#xF6;hle nach Knochen suchte und einen ersten H&#xF6;hlenplan erstellte. Es handelt sich um eine in gro&#xDF;en Windungen durch das Kalkgestein ziehende Karsth&#xF6;hle, deren meist tonnenf&#xF6;rmiges ger&#xE4;umiges Gangprofil mit einer Vielzahl unterschiedlicher Sinterformen (Stalaktiten, Stalagmiten, Wandsinterkaskaden, Sinterbecken usw.) ausgekleidet ist. Dieser Reichtum auch an kristallinen Ablagerungen macht sie besonders sehenswert, sodass sie gleich nach ihrer Entdeckung f&#xFC;r den Besucherverkehr ausgebaut wurde. Durch ihre relativ hohe Lage &#xFC;ber dem Gr&#xFC;ner Tal wird sie schon seit Jahrtausenden nicht mehr von Wasser durchflossen, stattdessen bilden unter dem Bodensinter m&#xE4;chtige Lehmablagerungen den H&#xF6;hlenboden. Zu den Bewohnern der H&#xF6;hle z&#xE4;hlen die Gro&#xDF;e H&#xF6;hlenspinne (Meta menardi) und Flederm&#xE4;use.<\/p>\n<p>Neben der H&ouml;hle befindet sich das im Jahr 2006 neu er&ouml;ffnete Deutsche H&ouml;hlenmuseum. Neben einer Dokumentation zur weltweiten H&ouml;hlenkunde werden bedeutende Funde aus der <a class=\"glossaryLink\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemTitle&gt;Dechenh&ouml;hle&lt;\/div&gt;&lt;div class=glossaryItemBody&gt;Am 10. Juni 1868 wurde die H&ouml;hle von zwei Eisenbahnarbeitern entdeckt. Ihnen soll ein Hammer in einen Felsspalt gefallen sein, der sich bei der Suche nach diesem Werkzeug beziehungsweise beim Absprengen eines Felsst&uuml;ckes als Zugang zu einer Tropfsteinh&ouml;hle entpuppte. F&uuml;r Besucher ausgebaut sind 400 von 902 Metern der H&ouml;hle.Die H&ouml;hle ist nach dem Oberberghauptmann Heinrich von Dechen (1800&ndash;1889) benannt, in Anerkennung f&uuml;r seine Beitr&auml;ge zur Untersuchung der Geologie des Rheinlandes und Westfalens. Von Dechen besuchte die H&ouml;hle, genauso Johann Carl Fuhlrott, der Entdecker des Neandertalers, der in der H&ouml;hle nach Knochen suchte und einen ersten H&ouml;hlenplan erstellte. Es handelt sich um eine in gro&szlig;en Windungen durch das Kalkgestein ziehende Karsth&ouml;hle, deren meist tonnenf&ouml;rmiges ger&auml;umiges Gangprofil mit einer Vielzahl unterschiedlicher Sinterformen (Stalaktiten, Stalagmiten, Wandsinterkaskaden, Sinterbecken usw.) ausgekleidet ist. Dieser Reichtum auch an kristallinen Ablagerungen macht sie besonders sehenswert, sodass sie gleich nach ihrer Entdeckung f&uuml;r den Besucherverkehr ausgebaut wurde. Durch ihre relativ hohe Lage &uuml;ber dem Gr&uuml;ner Tal wird sie schon seit Jahrtausenden nicht mehr von Wasser durchflossen, stattdessen bilden unter dem Bodensinter m&auml;chtige Lehmablagerungen den H&ouml;hlenboden. Zu den Bewohnern der H&ouml;hle z&auml;hlen die Gro&szlig;e H&ouml;hlenspinne (Meta menardi) und Flederm&auml;use.Neben der H&ouml;hle befindet sich das im Jahr 2006 neu er&ouml;ffnete Deutsche H&ouml;hlenmuseum. Neben einer Dokumentation zur weltweiten H&ouml;hlenkunde werden bedeutende Funde aus der Dechenh&ouml;hle pr&auml;sentiert, wie das Skelett eines im Jahr 2000 hier ausgegrabenen H&ouml;hlenb&auml;renbabys und der Sch&auml;del eines 1993 entdeckten Waldnashorns. Diese Funde wurden aus den m&auml;chtigen Lehmablagerungen des H&ouml;hlenbodens geborgen. Eine arch&auml;ologische Grabungsstelle, die den Besuchern der H&ouml;hle die Fundsituation verdeutlicht, kann w&auml;hrend einer H&ouml;hlenf&uuml;hrung besichtigt werden.Die H&ouml;hle befindet sich in einer devonischen Massenkalksenke, die sich von Hagen bis nach Balve erstreckt. Weitere kleinere Schauh&ouml;hlen gibt es in Hemer (Heinrichsh&ouml;hle) und im H&ouml;nnetal (Reckenh&ouml;hle). Die Dechenh&ouml;hle ist eine der vielen H&ouml;hlen des Gr&uuml;ner Tals, die zusammengerechnet &uuml;ber 17 Kilometer Gangl&auml;nge haben. Die l&auml;ngste Einzelh&ouml;hle, die B 7-H&ouml;hle, ist etwa 5100 Meter lang. Sie ist nach der Bundesstra&szlig;e 7 benannt, bei deren Ausbau die vorderen H&ouml;hlenteile entdeckt worden sind.In der H&ouml;hle finden auch Konzerte und Musikf&uuml;hrungen statt. Eine F&uuml;hrung durch die H&ouml;hle dauert etwa 40 Minuten. W&auml;hrend der regul&auml;ren F&uuml;hrungen darf weder fotografiert noch gefilmt werden.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/fantasy-model.de\/de\/glossary\/dechenhoehle\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Dechenh&ouml;hle<\/a> pr&auml;sentiert, wie das Skelett eines im Jahr 2000 hier ausgegrabenen H&ouml;hlenb&auml;renbabys und der Sch&auml;del eines 1993 entdeckten Waldnashorns. Diese Funde wurden aus den m&auml;chtigen Lehmablagerungen des H&ouml;hlenbodens geborgen. Eine arch&auml;ologische Grabungsstelle, die den Besuchern der H&ouml;hle die Fundsituation verdeutlicht, kann w&auml;hrend einer H&ouml;hlenf&uuml;hrung besichtigt werden.<\/p>\n<p>Die H&ouml;hle befindet sich in einer devonischen Massenkalksenke, die sich von Hagen bis nach Balve erstreckt. Weitere kleinere Schauh&ouml;hlen gibt es in Hemer (Heinrichsh&ouml;hle) und im H&ouml;nnetal (Reckenh&ouml;hle). 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Es handelt sich um eine in gro&szlig;en Windungen durch das Kalkgestein ziehende Karsth&ouml;hle, deren meist tonnenf&ouml;rmiges ger&auml;umiges Gangprofil mit einer Vielzahl unterschiedlicher Sinterformen (Stalaktiten, Stalagmiten, Wandsinterkaskaden, Sinterbecken usw.) ausgekleidet ist. Dieser Reichtum auch an kristallinen Ablagerungen macht sie besonders sehenswert, sodass sie gleich nach ihrer Entdeckung f&uuml;r den Besucherverkehr ausgebaut wurde. Durch ihre relativ hohe Lage &uuml;ber dem Gr&uuml;ner Tal wird sie schon seit Jahrtausenden nicht mehr von Wasser durchflossen, stattdessen bilden unter dem Bodensinter m&auml;chtige Lehmablagerungen den H&ouml;hlenboden. Zu den Bewohnern der H&ouml;hle z&auml;hlen die Gro&szlig;e H&ouml;hlenspinne (Meta menardi) und Flederm&auml;use.Neben der H&ouml;hle befindet sich das im Jahr 2006 neu er&ouml;ffnete Deutsche H&ouml;hlenmuseum. Neben einer Dokumentation zur weltweiten H&ouml;hlenkunde werden bedeutende Funde aus der Dechenh&ouml;hle pr&auml;sentiert, wie das Skelett eines im Jahr 2000 hier ausgegrabenen H&ouml;hlenb&auml;renbabys und der Sch&auml;del eines 1993 entdeckten Waldnashorns. Diese Funde wurden aus den m&auml;chtigen Lehmablagerungen des H&ouml;hlenbodens geborgen. Eine arch&auml;ologische Grabungsstelle, die den Besuchern der H&ouml;hle die Fundsituation verdeutlicht, kann w&auml;hrend einer H&ouml;hlenf&uuml;hrung besichtigt werden.Die H&ouml;hle befindet sich in einer devonischen Massenkalksenke, die sich von Hagen bis nach Balve erstreckt. Weitere kleinere Schauh&ouml;hlen gibt es in Hemer (Heinrichsh&ouml;hle) und im H&ouml;nnetal (Reckenh&ouml;hle). Die Dechenh&ouml;hle ist eine der vielen H&ouml;hlen des Gr&uuml;ner Tals, die zusammengerechnet &uuml;ber 17 Kilometer Gangl&auml;nge haben. Die l&auml;ngste Einzelh&ouml;hle, die B 7-H&ouml;hle, ist etwa 5100 Meter lang. Sie ist nach der Bundesstra&szlig;e 7 benannt, bei deren Ausbau die vorderen H&ouml;hlenteile entdeckt worden sind.In der H&ouml;hle finden auch Konzerte und Musikf&uuml;hrungen statt. Eine F&uuml;hrung durch die H&ouml;hle dauert etwa 40 Minuten. W&auml;hrend der regul&auml;ren F&uuml;hrungen darf weder fotografiert noch gefilmt werden.&lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/fantasy-model.de\/de\/glossary\/dechenhoehle\/\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]'  tabindex='0' role='link'>Dechenh&ouml;hle<\/a> ist eine der vielen H&ouml;hlen des Gr&uuml;ner Tals, die zusammengerechnet &uuml;ber 17 Kilometer Gangl&auml;nge haben. Die l&auml;ngste Einzelh&ouml;hle, die B 7-H&ouml;hle, ist etwa 5100 Meter lang. Sie ist nach der Bundesstra&szlig;e 7 benannt, bei deren Ausbau die vorderen H&ouml;hlenteile entdeckt worden sind.<\/p>\n<p>In der H&#xF6;hle finden auch Konzerte und Musikf&#xFC;hrungen statt. 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